Das Nahwärmenetz in Eibiswald verdoppelt die Kollektorfläche seiner solarthermischen Anlage auf 2446 m²

Nahwärmenetz Eibiswald

Im Jahr 1997 wurde in Eibiswald das erste auf Solarthermie basierende Nahwärmenetz in Österreich mit einer Kollektorfläche von über 1000 m², genau 1246 m², errichtet. Ende des Jahres 2012 wurde diese Kollektorfläche im Südwesten der Steiermark mit einem Ausbau um 1200 m² nahezu verdoppelt.

 

Der Betrieb des ersten biomassebetriebenen Nahwärmenetzes in Eibiswald startete im Jahr 1994. Im Jahr 1997 folgte die Inbetriebnahme der ersten solarthermischen Anlage zur Unterstützung des Nahwärmenetzes. Die solarthermische Anlage wurde auf den zwei Dächern der Biomasselager nördlich und südlich des Baches Saggau installiert. Zu Beginn der Inbetriebnahme konnte die solarthermische Anlage bereits 90% des Wärmebedarfs in den Sommermonaten decken. Entsteht ein Überschuss an Wärme so wird dieser für die Trocknung von Hackschnitzel eingesetzt. In den letzten Jahren konnte die „Nahwärme Eibiswald“ zahlreiche Neukunden gewinnen. So stieg der Bedarf an Energie im Nahwärmenetz an, obwohl der Wärmebedarf bestehender Gebäude durch Renovierungsarbeiten abnahm. Im Jahr 2012 hatte das Netz eine Länge von 10.000 Metern und einen jährlichen Heizbedarf von 7-8 GWh. Basierend auf den Anlagendimensionen wurde daher beschlossen, die solarthermische Anlage auszubauen, um die gestiegene Nachfrage an Nahwärme im Sommer bereitstellen zu können. Ergänzend zur solarthermischen Anlage stehen zwei hackschnitzelbetriebene Boiler mit 2,3 und 0,7 MW Wärmeleistung bereit. Im Zuge der Installation der ersten Solaranlage wurde ein Pufferspeicher mit 105 m³ Fassungsvermögen aufgestellt. Im Jahr 2012 kam ein weiterer Pufferspeicher mit einem Fassungsvermögen von 70 m³ hinzu, um den steigenden Speicherbedarf der Solaranlage zu decken.

 

Die neue Solaranlage ist auf dem Dach der Südseite eines Lager- und Hackschnitzelgebäudes mit einem Neigungswinkel von 25° installiert. Auf einem kleinen und freien Bereich des Daches, wird derzeit die Errichtung einer Photovoltaikanlage geplant. Für die neue Solaranlage wurden auch zusätzliche Pumpen und Wärmetauscher installiert.

 

Die solarthermische Anlage wurden vom Österreichischen Klimafonds Programm für Großsolaranlagen unterstützt. Im Rahmen dieses Programmes wird die AEE Intec aus Gleisdorf für ein Jahr ein Messprogramm durchführen.

 

Weitere Informationen zu solarer Fernwärme:

 

www.solar-district-heating.eu/at