Eröffnung der Anlage zur solaren Kühlung bei S.O.L.I.D. in Graz

Energy Cabin von Vorne

Im Rahmen einer Eröffnungsfeier mit internationalen Partnern erfolgte im September die offizielle Inbetriebnahme der betriebseigenen Solaranlage zur solaren Kühlung und Raumheizungs-
unterstützung für die Büroräume von S.O.L.I.D. und unserer benachbarten Partnerfirma nahwaerme.at


Insgesamt 57,6 m² HT-Kollektoren mit einer optimierten Neigung für den Kühlbetrieb im versorgen die Büroräume im Sommer mit Kälte. In der Übergangszeit und im Winter unterstützt die Anlage zusätzlich die Raumheizung. Die Verteilung der Kälte bzw. Wärme erfolgt mit einer Kühl-/Heizdecke. Die Anlage soll auch als Musteranlage dienen, alle wesentlichen Einbauten (mit Ausnahme des Kühlturms der auf dem Dach positioniert ist) befinden sich in einem 20’-Holzcontainer vor dem Bürogebäude von S.O.L.I.D. Eine Besonderheit der Anlage besteht darin, dass die Kollektoren (montiert auf einer Holzunterkonstruktion) als Dach für den Technikcontainer sowie als Vordach für den Eingangsbereich dienen.


Funktionsprinzip

Energy Cabin von der SeiteDie von den Kollektoren erzeugte solare Energie wird mit Hilfe der Solar-Übergabestation (Systemtrennung zwischen Solarkreis und Heizungskreis) in einen Pufferspeicher mit einem Inhalt von 2.000 l eingespeist. Mit einem Schichtladeventil wird eine bestmögliche Schichtung des Speichers erzielt. Die im Pufferspeicher gespeicherte Energie treibt eine Absorptionskältemaschine mit einer Nennleistung von 17,5 kW an (Spitzenleistung: 21 kW). Diese erzeugt die für die Klimatisierung notwendige Kälte nach dem Prinzip „Kälte aus Wärme“. Nach Einspeisung in einen 200 l Kältespeicher wird die Kälte in den Verteiler in der Heizzentrale eingespeist. Die beim Umwandlungsprozess in der Kältemaschine entstandene Abwärme wird durch einen Hybridkühlturm auf dem Dach an die Umgebung abgegeben. Durch eine direkte Verbindung zwischen Kälteverteilung und Kühlturmleitung kann die Anlage im „free cooling“ ohne Einsatz der Kollektoren und der Kühlmaschine zur Teilklimatisierung betrieben werden. Alle relevanten Energieflüsse in der Anlage werden mit Wärmemengenzählern erfasst. Die Regelung der Anlage ist komplett fernwartbar und ermöglicht darüber hinaus eine laufende Optimierung und Mängelbehebung.